Großbritannien

Großbritannien wird zu Unrecht von deutschen Touristen fast nur in London erlebt. Selbstverständlich ist diese Metropole mehr als nur eine Reise wert; ihre kulturellen Angebote und Sehenswürdigkeiten bieten sich geradezu für Kurzbesuche oder Sprachferien in London an – doch hat die Insel weit mehr zu bieten als ihre Hauptstadt. Kulturelle Zentren befinden sich in den (schottischen) Städten Edinburgh und Glasgow, ebenso in Manchester, Liverpool oder kleineren Orten wie Brighton, Bath, Aberystwyth (Wales) oder Oxford, Camebridge und Plymouth.

Als typisch englische Landschaft gelten die sanft-hügeligen Cotswolds, die am besten mit dem Mietwagen erfahren wird. Hier und entlang der englischen Südküste liegen auch zahlreiche der weltberühmten britischen Parkanlagen, von denen die meisten für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Als Beispiele seien nur die Lost Gardens of Helligan oder das Eden Project genannt. Auch viele Herrenhäuser sind für Besucher geöffnet und bieten, teilweise in den Nebengebäuden, stilvolle Unterkünfte an, die oftmals traditionelle Gardinen als Ausstattungsmerkmal aufweisen. Besonders erfolgreich wird dies in Chatsworth praktiziert. Manche der britischen Landmarken wie Land’s End – die südwestlichste Spitze Großbritanniens – oder der Steinkreis von Stonehenge werden von zahlreichen, auch einheimischen Touristen besucht. Doch oft findet sich nur wenige Kilometer entfernt von diesen touristischen Orten ursprünglich schöne Landschaft. So bieten die Felsküsten Cornwalls zahlreiche Klettermöglichkeiten, die felsige und von einem gewaltigen Tidenhub umspülte Küste perfekte Surfreviere. Der Snowdonia-Nationalpark in Wales bietet eine einzigartige Mischung aus Wildheit und Lieblichem, perfekt erschlossen auch für ungeübte Wanderer. Weiter im Norden Englands sowie in Schottland gibt es ausgedehnte Hochflächen und anspruchsvolle Klettermöglichkeiten im Gebirge.

Um nach Großbritannien zu reisen, empfiehlt sich das Flugzeug. Neben zahlreichen Linienflügen werden viele Flughäfen des Landes auch von dem ein oder anderen Billigflieger angesteuert. Durch den Eurotunnel ist Großbritannien jedoch auch mit der Bahn zu erreichen; Fähren sind eine weitere und eher gemächliche Art, hierher zu reisen. Das Wetter ist gemäßigt und wird weitgehend vom stets nahen Meer geprägt. Die Sommer sind warm, jedoch selten heiß oder schwül, die Winter meist regnerisch und deutlich milder als in Mitteleuropa (dies verhilft, im Zusammenspiel mit dem wärmenden Golfstrom, den bereits erwähnten Gärten zu ihrer Einzigartigkeit). Das Britische Pfund hat im Zuge der aktuellen Wirtschaftskrise deutlich nachgegeben, so dass nicht nur die traditionell etwas günstigeren Luxusgüter nach Großbritannien locken, auch die für eine Reise sonst recht hoch ausfallenden Kosten für Unterkunft und Verpflegung haben sich hierdurch den deutschen Verhältnissen angeglichen.